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Mittwoch, 3. Oktober 2012, 17:25

Bürogebäude im Effi 40 Standart

Hallo,
wir würden gerne ein Effi-40-Bürohaus realisieren. Ist das mit Poroton T9 möglich (d.h. U-Wert 0,23), wenn andere Bezugsgrößen positiver zu Buche schlagen?
Danke im Voraus für Tipps und Infos.
Schöne Grüße der Bill

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Mittwoch, 3. Oktober 2012, 17:38

Re: Bürogebäude im Effi 40 Standart

Anforderungen an die Aussenwände für freistehende Einf.häuser,
Erfahrungswerte, unabhängig von Lage, Gebäudeform, Technik
EnEV Uw< 0,29 (36,5 cm - T11)
KfW 60 Uw< 0,20 (42,5 cm - T9)
KfW 40 Uw< 0,17 (47,0 cm - T8 )
Passivhaus Uw< 0,10 (79,0 cm - T8 )
Der T8, z.B. von Wienerberger ist mit Perlite gefüllt.

Ab dem kfw40 ist KS (17,5) oder HLZ (24 cm),
mit WDVS (KfW 40, 12-16 cm /PH 26-30 cm) sinnvoll,
auch wegen der Wärmebrückenfreiheit.

Interessant ist die Werbung der Ziegelhersteller, für monolithische Wände, ohne WDVS :
1. Der T9 ist nach deren Angabe der Ziegel fürs KfW 40-Haus
2. der T8 entsprechend der Ziegel fürs Passivhaus (!!!!!!??).
Das geht vielleicht bei sehr großen Mehrfamilienhäusern gut, wegen des günstigen A/V-Verhältnisses, aber nicht bei 1-2-Familienhäusern, was das gößte Interesse der Bauherren aber ausmacht.

Weiter interessant ist, dass die EnEV-Berechnung niemand genauer prüft,
auch nicht bei KfW-Förderungen. Es lässt sich also viel "hinrechnen".
Was aber nützt dem Bauherren ein "schön" gerechnetes Haus, um die Förderung zu bekommen, wenn der Unterhalt dauerhaft hoch bleibt ?
Ausserdem ist es Subventionsbetrug !

Zu Zeiten der Wärmeschutzverordnung 1995-2001 wurde bei flächendeckenden Untersuchungen in Baugebbieten festgestellt, dass bis zu 80% der als Niedrigenergiehaus geförderten Gebäude, nicht den Standard der Förderung hatten.
Neuere Untersuchungen zur EnEV 2002-2005 haben gezeigt, dass ca. 30% der Gebäude den EnEV-Standard nicht erreicht haben.
Ich kann das aus meiner Erfahrung nur bestätigen und würde den Anteil der uns vorgelegten, falschen Berechnungen eher auch auf >80 % ansetzen ! Die Tendenz geht aber dazu, daß die gravierenden Fehler nicht mehr so häufig sind. Zum Teil sind auch die richtig vorgegebenen Dämmstärken, Wärmleitfähigkeiten am Bau nicht entsprechend ausgeführt worden.

Also aufpassen beim Hausanbieter und den EnEV-Nachweis im Zweifelsfall einem unabhängigen Energieberater, oder einer EB-Agentur zur Prüfung vorlegen !!
Oder Sie lassen den Nachweis gleich von einem unabhängigen, mit KfW-Förderungen und Energiesparhäusern erfahrenen Architekten/Ingenieur machen und nehmen diesen zur baugegleitenden Qualitätssicherung (Prüfung der Werkpläne und Leistungsverzeichnisse, 2-3 Baustellentermine, Abnahme BlowerDoor, evtl Thermografie).
Das kostet Sie ca. 1 % der Bausumme und Sie sind sicher !
Wir machen das in gesamt Süddeutschland (Bayern, B-W, Hessen- Rheinl-Pfalz) und in Tirol !